Okay, hier ist die Übersetzung des detaillierten Textes über "Chang Le Wo Jing" (常乐我净) ins Deutsche:


„Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ (常乐我净): Das vollkommene Reich der Vier Tugenden des Tathagata und die Anleitung zur Praxis

„Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ (常乐我净 - Cháng Lè Wǒ Jìng) ist ein zentrales Konzept in den Lehren des Mahayana-Buddhismus und beschreibt die vier grundlegenden Verdienste der endgültigen Nirvana-Wirklichkeit des Buddha (Tathagata) sowie die den Lebewesen innewohnende Buddha-Natur. Diese vier Tugenden sind: 常 (Cháng - Beständigkeit/Ewigkeit, immerwährend und unveränderlich), 乐 (Lè - Glückseligkeit, höchstes Wohl), 我 (Wǒ - Selbst/Wahres Selbst, wahres Selbst und frei), 净 (Jìng - Reinheit, rein und unbefleckt). Sie stammen aus zentralen Mahayana-Sutras wie dem Mahāparinirvāṇa Sūtra und werden zusammenfassend als die „Vier Tugenden des Nirvana“ oder die „Vier Tugenden des Dharmakāya des Tathagata“ bezeichnet. Gemeinsam enthüllen sie die vollkommene Realität des Dharmakāya-Zustands des Buddha, das höchste Ziel der buddhistischen Praxis und das den Lebewesen von Natur aus innewohnende Potenzial.

Diese Analyse zielt darauf ab, aus verschiedenen Perspektiven – Ursprung, Definition, innere Beziehungen, Gegensatz zu den vier verkehrten Ansichten (四颠倒 - Sì Diāndǎo), Beziehung zur Buddha-Natur/Leerheit/Mittlerem Weg, Klassifizierung und Schichtung, Verbindung zu anderen Lehren, Praxis der Kultivierung usw. – eine umfassende, tiefgehende und systematische Erläuterung zu geben. Die Analyse integriert Inhalte aus Sutras wie dem Mahāparinirvāṇa Sūtra, dem Anuttarāśraya Sūtra (佛说无上依经), dem Vajrasamādhi Sūtra (金刚三昧经), dem Mahāvaipulya-acintya-sūtra (大方等无想经), dem Sūtra über die Kontemplation des Geistesgrundes im Mahayana (大乘本生心地观经), dem Mahāyāna-yoga-vajra-prakṛti-sāgara-mañjuśrī-sahasra-bāhu-sahasra-pātra-mahā-kalpa-rāja-sūtra (大乘瑜伽金刚性海曼殊室利千臂千钵大教王经) etc., und verbindet sie mit der gesamten Lehre des Mahayana-Buddhismus, um den Lesern ein logisch klares und inhaltlich reiches Bild von „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ zu präsentieren.


I. Einleitung: Ursprung, zentrale Stellung und Gesamtbedeutung von Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit

Die Einführung der vier Tugenden „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ hat in der Geschichte des buddhistischen Denkens eine epochale Bedeutung und wurde insbesondere im Mahāparinirvāṇa Sūtra am systematischsten und autoritativsten dargelegt. Als der Buddha im Begriff war, das Parinirvana zu demonstrieren, offenbarte er dies als eine „geheime Lehre“ (秘密教法), um die möglicherweise verzerrten Verständnisse (wie Nihilismus oder Annihilationismus – 断灭见, 虚无见) der Śrāvaka- und Pratyekabuddha-Praktizierenden (二乘行人) sowie der gewöhnlichen Wesen (凡夫) in Bezug auf „Unbeständigkeit, Leiden, Nicht-Selbst, Unreinheit“ zu korrigieren. Gleichzeitig sollten die verkehrten Ansichten der gewöhnlichen Wesen über die Welt als „beständig, glückselig, selbst, rein“ (vier verkehrte Ansichten - 四颠倒) widerlegt werden, um so die wahren, positiven und vollkommenen Verdienste des Nirvana-Zustands zu enthüllen.

  1. Hauptquellen und zentrale Stellung:

  2. Gesamtbedeutung:


II. Definitionen und tiefgründige Bedeutung der vier Tugenden: Einzelne Erklärungen

Die vier Tugenden „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ sind nicht isoliert, sondern beschreiben vier untrennbare Aspekte derselben ultimativen Realität (Nirvana, Dharmakāya, Buddha-Natur). Im Folgenden werden ihre Definitionen, theoretischen Grundlagen, erfahrbaren Zustände und praktischen Implikationen einzeln erläutert:

1. 常 (Cháng - Beständigkeit / Permanenz / Ewigkeit / 常住波罗蜜 - Beständigkeits-Pāramitā)

2. 乐 (Lè - Glückseligkeit / 安乐波罗蜜 - Glückseligkeits-Pāramitā)

3. 我 (Wǒ - Selbst / Wahres Selbst / 真我波罗蜜 - Wahres-Selbst-Pāramitā)

4. 净 (Jìng - Reinheit / 清净波罗蜜 - Reinheits-Pāramitā)


III. Innere Beziehungen und Gesamtstruktur der vier Tugenden: Einheit und Nicht-Zweiheit in vollkommener Harmonie

Die vier Tugenden Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit sind keine vier unabhängigen, getrennten Attribute, sondern existieren in gegenseitiger Abhängigkeit, dienen einander als Wesen (体 - Substanz) und Funktion (用 - Anwendung) und bilden in vollkommener Harmonie (圆融一体) das vollständige Bild von Nirvana, Dharmakāya und Buddha-Natur.

  1. Gegenseitige Abhängigkeit:

  2. Gesamtstruktur: Überwindung der Dualität, Übereinstimmung mit dem Mittleren Weg:


IV. Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit im Gegensatz zu den vier verkehrten Ansichten: Anhaftung durchbrechen und Wahrheit offenbaren

Die Lehre von „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ dient maßgeblich dazu, die vier grundlegenden falschen Wahrnehmungen zu korrigieren, die den gewöhnlichen Lebewesen im Kreislauf der Wiedergeburten (Saṃsāra) innewohnen, nämlich die „vier verkehrten Ansichten“ (四颠倒 - catvāri viparyāsāḥ).

  1. Die vier verkehrten Ansichten der gewöhnlichen Wesen: Beziehen sich auf falsche Ansichten über den aus den fünf Skandhas bestehenden Körper-Geist-Komplex und die umgebende Welt:

  2. Gegenmittel und Überwindung:


V. Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit und Buddha-Natur, Leerheit, Mittlerer Weg: Tiefgründige doktrinäre Verbindungen

Die vier Tugenden Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit sind eng mit den zentralen Konzepten des Mahayana-Buddhismus – Buddha-Natur, Leerheit und Mittlerer Weg – verbunden und zeigen die Tiefe und harmonische Vollständigkeit der Lehre.

  1. Beziehung zur Buddha-Natur (佛性 - Buddha-dhātu/Tathāgatagarbha):

  2. Beziehung zur Leerheit (空性 - Śūnyatā):

  3. Beziehung zum Mittleren Weg (中道 - Madhyamaka):


VI. Klassifizierung und Schichtung: Systematische Darstellung der Verständnispfade

Um das Verständnis und die Verwirklichung zu erleichtern, können die vier Tugenden Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit aus verschiedenen Blickwinkeln klassifiziert und geschichtet werden:

1. Klassifizierung: Nach verschiedenen Ebenen

2. Schichtung: Nach Tiefe des Verständnisses und der Verwirklichung


VII. Beziehung zu anderen buddhistischen Lehren: Integration in den Gesamtrahmen

Die vier Tugenden Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit sind keine isolierten Konzepte, sondern eng mit den Kernlehren des Mahayana-Buddhismus verbunden und bilden gemeinsam ein vollkommenes theoretisches System:


VIII. Praxis der Kultivierung: Wie man Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit verwirklicht

Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit sind nicht nur theoretische Beschreibungen, sondern ein Zustand, der durch tatsächliche Praxis und Verwirklichung erreicht werden kann. Die Mahayana-Sutras und -Śāstras weisen den Weg zu diesem Ziel:

  1. Weisheit durch Hören, Nachdenken und Kultivieren (闻思修 - śruta-cintā-bhāvanā-mayī prajñā):

  2. Reine Ethik (持戒清净): Die ethischen Regeln (Śīla) sind die Grundlage für Meditation (Samādhi) und Weisheit (Prajñā). Striktes Einhalten der Gebote schützt Körper, Rede und Geist, hält von unheilsamen Handlungen fern, beruhigt den Geist, fördert die Entwicklung von Samādhi, ist der direkte Weg zur Verwirklichung der Tugend der „Reinheit“ und die Gewährleistung für die Manifestation der anderen drei Tugenden.

  3. Meditation und Weisheit (定慧等持 - Gleichgewicht von Samādhi und Prajñā):

  4. Vertrauen und Bodhicitta kultivieren:

  5. Hindernisse und Befleckungen beseitigen (破除障惑): Systematische Identifizierung und Beseitigung der verschiedenen Hindernisse (障 - āvaraṇa) und Befleckungen (惑 - kleśa), die das Sehen der Natur (见性) behindern. Dazu gehören die vier verkehrten Ansichten der Gewöhnlichen, die konzeptuellen und emotionalen Befleckungen (见思惑 - dṛṣṭi-bhāvanā-heya-kleśa), sowie die subtileren Hindernisse auf dem Bodhisattva-Pfad wie die Hindernisse bezüglich der unzähligen Phänomene (尘沙惑), die grundlegende Unwissenheit (无明惑 - avidyā-kleśa), insbesondere die im Anuttarāśraya Sūtra erwähnten Hindernisse der Icchantikas (阐提障), der Nicht-Buddhisten (外道障), der Śrāvakas (声闻障), der Pratyekabuddhas (缘觉障) und die noch tiefer liegenden Ebenen der grundlegenden Unwissenheit (无明住地) und ihre Auswirkungen.


IX. Schlussfolgerung: Vollkommene Bestimmung und ewige Offenbarung

Die vier Tugenden des Tathagata – „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ – sind die großartige Beschreibung der ultimativen Realität des Lebens durch den Mahayana-Buddhismus, die Kristallisation der Weisheit und des Mitgefühls des Buddha. Sie enthüllen nicht nur die Vollkommenheit und Herrlichkeit des Nirvana-Zustands und geben den Praktizierenden ein klares und erhabenes Ziel, sondern geben durch die Lehre der Buddha-Natur auch allen Lebewesen unendliche Hoffnung – nämlich dass jeder in seinem Inneren die Möglichkeit besitzt, diesen Zustand der Ewigkeit, Glückseligkeit, Freiheit und Reinheit zu erreichen.

Diese vier Tugenden sind voneinander abhängig, bilden eine harmonische Einheit und konstituieren gemeinsam die Herrlichkeit des Dharmakāya und die Stille des Nirvana. Sie sind die endgültige Überwindung der weltlichen Realität von Unbeständigkeit, Leiden, Nicht-Selbst und Unreinheit, die positive Verkörperung der Sichtweise des Mittleren Weges, die Ewigkeits- und Annihilationismus-Ansichten durchbricht und den ewigen Wert des Lebens sowie die Möglichkeit endgültiger Glückseligkeit bestätigt.

Das Verständnis von Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit liegt nicht nur in der theoretischen Erkenntnis, sondern vielmehr darin, sie als Leuchtfeuer und Ziel der Praxis zu begreifen. Durch die Kultivierung der Mahayana-Pfade wie Hören, Nachdenken, Kultivieren, Ethik, Meditation, Weisheit, Vertrauen und Bodhicitta können Lebewesen schrittweise ihre Befleckungen reinigen, die ihnen innewohnende Buddha-Natur von Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst und Reinheit manifestieren und schließlich die vollkommene Buddhaschaft erlangen, wodurch sie die gleiche Befreiung und Freiheit wie alle Buddhas erreichen.

Daher ist „Beständigkeit, Glückseligkeit, Selbst, Reinheit“ nicht nur ein Lobpreis des Buddha-Zustands, sondern auch eine unendliche Ermutigung und höchste Fürsorge für alle fühlenden Wesen. Es weist einen leuchtenden Weg vom Ufer der Befleckungen (Saṃsāra) zum anderen Ufer der Bodhi und des Nirvana und inspiriert uns, durch eifrige Praxis alle Hindernisse und Befleckungen zu beseitigen und jenen endgültigen, vollkommenen Zustand der Befreiung zu verwirklichen.